1: Den Leader gefordert

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Der FC Greifensee sah einmal mehr gegen eine auf dem Papier stark einzuschätzende Mannschaft gut aus und bewies wiederum viel Moral. Ein  0:1 Rückstand konnte in den letzten Minuten noch wettgemacht werden. Durch den 1:1-Ausgleich durch Blickenstorfer kurz vor Schluss konnte gegen den momentanen Leader aus Veltheim ein hoch verdienter Punkt eingefahren werden.

Schon vor Spielbeginn verriet ein Blick auf den Platz, dass wohl nicht 90 Minuten technisch filigraner Fussball auf die Zuschauer warten würde, sondern vielmehr ein Match voller Intensität und Zweikämpfe. So sollte sich denn dieses Spiel auch entwickeln. Greifensee überliess dem Leader aus Winterthur zu Beginn in der Spielhälfte der Gäste die Initiative, setzte diesen jedoch, kaum in die eigene Hälfte eingedrungen, sofort unter Druck. Dies schien den Gästen zu schaffen zu machen, verloren sie doch häufig die Zweikämpfe und sahen sich schnell ausgeführten Kontern des Heimteams ausgesetzt. Greifensee gelang es somit, die sonst überaus starke Offensive des Gegners in den Griff zu bekommen, denn Torchancen auf Seiten Veltheims waren absolute Mangelware. Vor dem Tor schienen die Oberländer zwingender zu sein, kamen sie doch wenigstens zu vereinzelten Chancen. So war die Elf von Coach Roger Wenger dem Gegner mindestens ebenbürtig, wenn nicht sogar leicht überlegen. Kurz vor dem Pausenpfiff zeigten die Gäste jedoch, warum sie ganz vorne in der Tabelle stehen. Nach einem Abstimmungsfehler in der Defensive der Gastgeber wurde Dobler steil auf die Reise geschickt und liess Torwart Stierli mit seinem Abschluss keine Chance. Eine einzige wirkliche Torchance reichte den Gästen somit, um nach der Hälfte der Spielzeit in Führung zu liegen. Die Oberländer liessen sich indes nicht entmutigen. Mit unbändigem Willen und Einsatz gingen sie die zweite Halbzeit an und vermochten je länger je mehr Druck auf den Gegner auszuüben. Obwohl sie die Defensive immer mehr entblössten, gab es auf Seiten des Leaders kaum gefährliche Torchancen zu verzeichnen. Einzig Dobler hätte die Führung entscheidend auf 0:2 ausbauen können, doch verzog er seinen Abschluss. Nachdem Wenger die Offensive mit der Einwechslung von Blickenstorfer noch mehr forciert hatte, bliesen seine Jungs zur Schlussoffensive. In den letzten Minuten stürmte Greifensee gar mit vier Mannen und wurde für das Risiko belohnt. Baumann setzte sich auf der linken Seite durch, seine flache Hereingabe fand durch diverse Beine und Finten hindurch den Weg zu Blickenstorfer und dieser liess mit seinem Schuss aus gut 11 Metern via Pfosten Torwart Werren keine Chance.

Obwohl das bereits fünfte Remis in dieser Vorrunde Greifensee nicht wirklich vom Fleck bringen lässt, darf dieses Unentschieden, das hochverdient zustande kam, gegen eine sehr starke Mannschaft dieser Gruppe als Erfolg gewertet werden.

 

Telegramm:

Greifensee – Veltheim 1:1 (0:1)
Sportplatz Grossriet (Greifensee)
120 Zuschauer
Schiedsrichter: Musa Skender
Tore: 44. Dobler 0:1. 88. Blickenstorfer 1:1.
Greifensee: Stierli, Rinderknecht (73. Blickenstorfer), Stella, Ammann, Heider, Risi, Volz, Schaich (84. Hausammann), Nino Fikic (84. Neukomm), Baumann, Sasa Fikic.
Veltheim: Werren; Bortolas, Gemperli, Maliqi, Schreiber, Ebinger (51. Alfirev), Heusser, Grubenmann, Stamenic, Dobler (67. Relic), Schalcher.
Bemerkungen: Gelbe Karten: Stamenic, Stella, Dobler (alle wegen Foulspiels), Relic (Nummer bei Einwechslung nicht gezeigt).

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